Tagesgeld - Was man beachten sollte
Ein Tagesgeldkonto bietet attraktive Zinsen bei voller täglichen Verfügung, denn im Gegensatz zu anderen Sparanlagen gibt es hier keine Kündigungsfrist zu beachten. Aber trotzdem ist es nicht leicht, das richtige Tagesgeldkonto zu finden, denn die diversen Banken und insbesondere die Direktbanken überbieten sich ständig bei den Konditionen. Nachfolgend einige wichtige und auch unwichtige Punkte.
Ein Auswahlkriterium sind die Zinsen. Der Ertrag wird durch die Höhe des Zinssatzes bestimmt. Die Banken werben damit in großflächigen Anzeigen. Aber Vorsicht ist geboten, den beim Tagesgeld sind die Konditionen nicht fest garantiert. Daher ist bei der Auswahl der Bank darauf zu achten, für welchen Zeitraum gelten denn die Konditionen. Denn nach dem garantierten Zeitraum kann man sich für einen anderen, besseren Anbieter entscheiden. Manche Angebote sind auch an Zusatz-Angebote gekoppelt, d.h. man muss ein Wertpapier-Depot mit einer bestimmten Einlagesumme eröffnen. Wenn man sich auf dem Wertpapiermarkt nicht so recht auskennt, dann sollte man eine Bank wählen, die keine gekoppelten Voraussetzungen zu ihren Konditionen hat. Von einigen Banken wird man auch mit Bonus-Zinsen geködert. Diese gelten aber oft nur für Neukunden und sind auch zeitlich befristet. Wenn dem Anleger das „Banken-Hopping“ nicht stört, dann sollte er getrost diese Schnäppchen mitnehmen, denn ein Kontenwechsel verursacht keine Kosten - nur etwas Zeitaufwand.
Ein weiteres Auswahlkriterium ist die Zinszahlung. Wenn man in den Genuss des Zinseszinseffektes kommen möchte, dann ist der Zeitpunkt der Zinszahlung wichtig. Der Zinseszinseffekt erhöht die Rendite, denn die erhaltenen Zinsen werden auch wieder verzinst. Es gibt 3 Modelle der Zinszahlung - die monatliche, die vierteljährliche und die jährliche Auszahlung. Für den Zinseszinseffekt ist natürlich die monatliche Zinszahlung die effektivste. Es gibt auch nur wenige Banken, die die jährliche Zinszahlung anbieten. Wenn man eine größere Summe anlegt, um von den Zinsen zu leben, dann sollte man ebenfalls die monatliche Auszahlung wählen.
Ein weiteres Auswahlkriterium für das Tagesgeld ist auch die Anlagehöhe. Will man sein Geld anlegen so ist zu beachten: Es gibt ebenso Banken die eine Mindestanlage vorschreiben, aber auch eine Höchstanlagegrenze. Üblich ist hier natürlich die Anlage und Verzinsung ab dem ersten Euro. Selbst wenn man höhere Summe anlegt, ändern sich die Konditionen nicht. Wenn man eine Bank mit einer Höchstanlagegrenze wählt, wird der Betrag der diesen Wert überschreitet sofort mit dem niedrigen Zinssatz berechnet. Man sollte also Banken wählen, wo der Zinssatz für den kompletten Betrag gleich ist oder aber die Höchstgrenze sehr hoch liegt.
Die Kontoführung ist ebenfalls ein Auswahlkriterium. Üblicherweise werden die Konten kostenfrei geführt. Es gibt aber auch Unterschiede, ob man sein Konto per Online-Banking führt oder über das Telefon. Manchmal sind für die Telefon-Hotline Gebühren fällig.
Ein Tagesgeldkonto ist dann optimal, wenn an die Top-Konditionen keine weiteren Bedingungen geknüpft sind. Die Zinsen sollten monatlich, höchstens aber pro Quartal ausgezahlt werden und die Kontenführung sollte kostenfrei sein - egal ob sie über das Internet oder das Telefon agieren wollen. Bei ausländischen Banken sollte man zusätzlich auf die garantierte Einlagensicherung achten.
