Tagesgeld-Konto als Kapitalanlage für Betriebe
In vielen Betrieben liegen Geldsummen die nicht sofort für Gehaltszahlungen oder Investitionen benötigt werden unverzinst auf Girokonten. Tagesgeld ist hier eine lohnende Alternative: Das Geld ist täglich verfügbar, das heißt es kann täglich auf ein Referenzkonto überwiesen werden, und wird mit durchschnittlich etwa 2-4% verzinst. Dafür unterscheidet sich ein Tagesgeldkonto insofern von einem Girokonto, dass von dort nicht direkt Überweisungen getätigt werden können, und dass es bei manchen Anbietern eine Mindesteinlage gibt. Empfehlenswert für Betriebe ist also eine gut balancierte Mischung aus Girokonten und Tagesgeldkonten, so dass der Zahlungsablauf reibungslos funktionieren kann und gleichzeitig derzeit ungenutzte Beträge für den Betrieb „arbeiten“.
Dabei lohnt sich der Tagesgeld-Vergleich, da die Zinssätze und die Konditionen der verschiedenen Anbieter zum Teil erheblich variieren. Der Zinssatz sollte mindestens 1,5% betragen, aktuelle Top-Zinssätze liegen derzeit bei etwa 2-2,3%. Dabei hängt der Zinssatz bei einigen Banken von der eingelegten Summe ab, oder es ist überhaupt eine Mindesteinlage erforderlich. Einige Banken ermöglichen zudem, meist gegen Gebühr, die Überweisung auf andere Konten als das Referenzkonto. Hiermit wird mehr Flexibilität möglich: Auch größere, auf dem Tagesgeld-Konto geparkte, Beträge sind so kurzfristig ohne den Umweg über das Girokonto für das Tagesgeschäft verfügbar. Ein anderer Service, der von einigen Banken angeboten wird, ist eine zum Tagesgeldkonto gehörende Kreditkarte, mit der Zahlungen direkt über dieses Konto abgewickelt werden können.
Mit einer entsprechenden Planung der Finanzabwicklungen und einem auf die Bedürfnisse des Betriebes passenden Angebot ist also ein Tagesgeld-Konto eine sinnvolle Überlegung für die meisten Betriebe jeder Größe: Liquiditätsreserven und vorübergehend ungenutzte Beträge können so ohne weiteren Aufwand für den Betrieb arbeiten und bleiben dennoch kurzfristig verfügbar.
